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Sie haben außerdem folgende Möglichkeiten:
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Ein
ehrwürdiges Klavier mit 100 Jahre Geschichte Meine Urgroßeltern hatten dieses Klavier gekauft, weil es damals üblich war, das die Hausherrin bei gesellschaftlichen Anlässen vorspielte. Selbstverständ- lich musste dann auch die Tochter des Hauses die Spielkunst des Tasteninstruments erlernen.Eigens dafür wurde eine Klavierlehrerin beordert, die dem kleinen Mädchen ungerührt den Taktstock auf die Finger schlug, wenn es einen verkehrten Ton traf. Als meine Großmutter dann 1925 meinen Großvater, einen Fabrikanten in der Ruhrgebietstadt Gelsenkirchen, heiratete, bekam sie dieses gute Stück mit in die Ehe. Nach dem frühen Tod meines Großvaters nahm sich Grandma nur wenig Zeit, um zu spielen. Ihr beiden Söhne – mein Vater und mein Onkel- hatten weniger Interesse am Klavierspielen. Nur zu Weihnachten – genau am Heiligabend-spielte meine Großmutter. Diese Tradition änderte sich auch nicht, als mein Vater heiratete. Manchmal saß ich mit meiner Oma allerdings am Klavier und übte. Ein paar Lieder, wie ersten am Heiligabend meine Großmutter abzulösen und selbst alle Weihnachtslieder zu spielen, mangelte zunächst an meiner Disziplinlosigkeit und später an Zeit. Jede Weihnachten nahm ich es mir wieder und wieder vor – doch immer wieder kam der 24. Dezember so plötzlich, das ich gar nicht mehr zum Üben kam. Das letzte Mal hörte ich meine Grandma 1984 auf dem Klavier ein paar Weihnachtslieder spielen. Ihre Hände quälten Gicht und sie hatte schon die achtzig weit überschritten. Mein Vater und mein Onkel machten Witze, weil sie offenbar damit ihre sentimentalen Gefühle überspielen wollten. Meine eigenen Kinder spiekten unter dem weit ausgebreitetem Weihnachtspapier, um eventuell irgendetwas von dem Weihnachtsgeschenk ermitteln zu können. Ich hörte zu und hatte schon längst aufgegeben, jemals auf diesem Klavier Heiligabend vorspielen zu können. Ich ahnte nicht, das es das letzte Mal war, das ich meine Großmutter –die für mich wie eine Mutter war- an diesem Klavier spielen sah. Zum ersten Mal –seit meiner Kindheit- war ich ein Jahr später -1985-nicht beim Weihnachtsfest in Gelsenkirchen. Nur sechs Wochen später erlag meine Grandma einem Schlaganfall... Das Klavier wurde 1986 über die Straße in mein Elternhaus getragen. Seither steht es da im ehemaligen Kinderzimmer. Ein Weihnachtsfest mit Klavierbegleitung hat es nie wieder gegeben. Carl Tuch gründete 1845in Magdeburg ein Klavierbau Unternehmen, das sein Sohn Hermann später mit übernahm. Etwa 1895 ist das hier angebotene Klavier von Hermann Tuch gebaut worden. Es ist mit Original Wurzelholz und Elfenbeintasten ausgestattet. Die Zeit nagte an diesem schönen Stück. Der Resonanzboden ist ohne Risse, aber dennoch muss hier einiges dran getan werden. Nicht nur gestimmt werden, sondern der ein oder andere Ton erneuert werden. Uns ist wichtig, das dieses Klavier in gute Hände kommt und wieder zum alten Glanz erstrahlen kann. Es soll nicht als Abstellplatz oder zur Zierde eines Vorraums, Restaurants oder Kneipe verkommen. Wir möchten es an solche Menschen versteigern, die den Wert erkennen und sich der Ehrwürdigkeit des alten Instrumentes bewusst sind. |





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