EROTIK UND DÄMONIE im Werk Alfred Kubins eine psychopathologische Studie von Wolfgang K. Müller-Thalheim - ALFRED KUBIN: Aus meinem Leben - 78 Zeichnungen von Alfred KubinVerlag Fourier und Fertig, Wiesbaden, 1970, 110 Seiten, Großband/Format: 28 x 22 cm |
Das Buch: Eine psychopathologische Studie - incl. einer recht ausführlichen Autobiographie des Künstlers. Sexuelle Motive in allen Ausformungen treten im Gesamtwerk Kubins stark hervor, besonders aber das Grausame, Sadistische, als eine bekannte Spielart der Sexualität. Schon die Zeichnungen der Volksschülers wimmelten von Zauberern und schrecklichem Viehzeug.... Der Band ist mit vielen, zum Teil bisher unveröffentlichten Zeichnungen Alfred Kubins illustriert und enthält außerdem die wiederholt ergänzte und nunmehr vollständige Biographie des Künstlers. ****Wer war Alfred Kubin? Österreichischer Graphiker und Schriftsteller (geboren in Leitmeritz 1877, gestorben auf dem Landgut Zwickledt bei Wernstein /Oberösterreich 1959). Der Sohn eines Geometers und einer Pianistin machte eine Fotografenlehre durch, ehe er 898 an der Kunstgewerbeschule in Salzburg und danach an der Kunstakademie in München studierte. 1905 hat er Reisen in die Schweiz, nach Frankreich, Italien und auf den Balkan unternommen. Seit 1906 lebte er auf seinem Gut Zwickledt. 1909 schloß er sich der "Neuen Künstlervereinigung München" an, die Wassily Kandinsky gegründet hatte und gesellte sich 1911 zu den Künstlern des "Blauen Reiter". Besonders haben ihn Hieronymus Bosch, Felicien Rops beeinflußt, später auch Max Klinger. Er arbeitet eine Zeitlang am "Simplicissimus" mit, illustrierte Werke von E.T.A. Hoffmann, Edgar Allan Poe, Fjodor Dostojewski und August Strindberg. Immer zog ihn das Unheimliche, das Traumhafte und Dämonische an. Er gestaltet es auch in seinem Roman "Die andere Seite" (1908). Typisch für seine Motive sind die Titel zweier Mappenwerke: Am "Rande des Lebens" (1921) und "Ein Totentanz" (1925). Oft hat er in seinen Federzeichnungen Themen gestaltet wie "Perversität" „Masturbation“,„Notzucht“,„Geilheit“, „Kuß“..... (Text aus Kulturgeschichte der Erotik, von Ludwig Knoll, 10 Bände im Moewig Verlag, 1981/82, S 1252) |